Ein Stück Spanien auf dem Teller!

“Das Chuletón – Die Königsdisziplin des spanischen Rindfleischs”

  • Mein Name ist Jakob Diener, ich bin nicht nur freiberuflicher Redakteur und Journalist, sondern ich habe viele Jahrzehnte in Spanien gelebt und gearbeitet.

Wer einmal echtes Chuletón gegessen hat, versteht sofort, warum dieses Steak in ganz Spanien als absolute Delikatesse gilt.

  • Beim Chuletón handelt es sich um ein besonders großes, dick geschnittenes Ribeye- oder Entrecôte-Steak mit Knochen, das aus dem vorderen Rücken des Rindes stammt – genauer gesagt aus dem Bereich zwischen Hochrippe und Roastbeef.
  • Dort sitzt das Fleisch, das besonders stark marmoriert ist, also von feinen Fettadern durchzogen wird.
  • Genau dieses intramuskuläre Fett sorgt später für Saftigkeit, Geschmack und diese unvergleichliche Zartheit, die man bei einem richtig zubereiteten Chuletón erlebt.

Traditionell wird für Chuletón oft Fleisch älterer Rinder verwendet, manchmal sogar von sogenannten „Vaca vieja“, also ausgewachsenen Kühen, deren Fleisch intensiver schmeckt als junges Rindfleisch.

  • Das Ergebnis ist ein kräftiges Aroma, das auf dem Grill oder in der Pfanne förmlich explodiert und echtes
  • Steakhandwerk verlangt – kein schnelles Brutzeln, sondern Respekt vor Temperatur, Zeit und Ruhephasen.

“Die perfekte Zubereitung – Außen Kruste, innen rosa und saftig”

  • Ein gutes Chuletón braucht vor allem eines:
  • Hitze und viel Geduld.

Das Fleisch sollte mindestens eine Stunde vor dem Grillen aus dem Kühlschrank genommen werden, damit es die Zimmertemperatur erreicht.

  • Kaltes Fleisch auf den heißen Grill zu legen ist einer der größten Fehler, denn dann gart es ungleichmäßig.

Der Grill – idealerweise ein Holzkohlegrill – sollte richtig heiß sein.

  • Wir sprechen hier von rund 280 bis 320 Grad direkt über der Glut.
  • In dieser Phase bekommt das Chuletón seine berühmte Kruste.

Das Steak wird zunächst von jeder Seite etwa zwei bis drei Minuten scharf angegrillt, bis sich eine tiefbraune, aromatische Röstaromen-Schicht bildet.

  • Diese Kruste ist nicht nur optisch ein Traum, sondern trägt massiv zum Geschmack bei.
  • Nach dem scharfen Angrillen wird das Fleisch in den indirekten Bereich des Grills gelegt, wo die Temperatur bei etwa 120 bis 140 Grad liegt.

Jetzt darf das Chuletón langsam auf den perfekten Garpunkt ziehen.

  • Für ein innen schön rosa und saftiges Ergebnis sollte die Kerntemperatur etwa 52 bis 54 Grad betragen – dann ist es medium rare, so wie es in Spanien am liebsten gegessen wird.

“Nach dem Grillen ist Ruhe Pflicht”

  • Das Steak sollte mindestens fünf bis acht Minuten ruhen, locker in Alufolie gewickelt werden, damit sich die Fleischsäfte gleichmäßig verteilen.
  • Erst danach wird es grob gesalzen, idealerweise mit grobem Meersalz, das auf der heißen Oberfläche leicht schmilzt und das Aroma perfekt abrundet.

“Selbstgemachte Pommes – Knusprig außen, weich und saftig innen”

  • Gute Pommes sind keine Nebensache, sondern eine eigene Kunst.

Am besten eignen sich mehligkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln mit hohem Stärkeanteil.

  • Sie werden in gleichmäßige Stifte geschnitten und anschließend in kaltem Wasser gewässert, um überschüssige Stärke zu entfernen.
  • Dieser Schritt sorgt später für die gewünschte Knusprigkeit.

Nach dem Abtrocknen folgt das Vorfrittieren bei etwa 150 bis 160 Grad.

  • Die Pommes sollen hier noch keine Farbe bekommen, sondern nur garen.
  • Nach rund fünf bis sechs Minuten werden sie herausgenommen und auf Küchenpapier abgekühlt, damit überschüssiges Fett abtropft.
  • Genau dieser Zwischenschritt ist entscheidend für perfekte Pommes.

Erst kurz vor dem Servieren kommt die zweite Frittierphase bei 175 bis 185 Grad.

  • Jetzt werden die Pommes goldbraun, außen herrlich knusprig und innen fluffig weich.
  • Sobald sie aus dem Fett kommen, werden sie sofort gesalzen – so bleibt das Salz perfekt haften und verteilt sich gleichmäßig.

“Aioli – Der köstliche Übeltäter mit Knoblauch-Power”

  • Wenige Zutaten, aber maximaler Geschmack – und ja, der Knoblauch ist hier der unangefochtene Star.
  • Für eine klassische Aioli braucht man frischen Knoblauch, Eigelb, hochwertiges Olivenöl, etwas Zitronensaft oder Weißweinessig und eine Prise Salz.
  • Der Knoblauch wird sehr fein zerdrückt, am besten mit einer Presse oder im Mörser, bis eine cremige Paste entsteht.
  • Diese wird mit dem Eigelb vermischt und nun beginnt das langsame Einrühren des Öls – wirklich tropfenweise am Anfang.

Genau wie bei einer Mayonnaise entsteht so eine stabile Emulsion.

  • Sobald die Masse dicker wird, kann das Öl in einem dünnen Strahl weiter eingearbeitet werden.
  • Zum Schluss sorgen Zitronensaft und Salz für Frische und Balance.
  • Das Ergebnis ist eine intensive, cremige Aioli mit kräftigem Knoblaucharoma, die perfekt zu Fleisch und Pommes passt – geschmacklich ein Traum, gesellschaftlich manchmal eine Herausforderung, aber absolut unverzichtbar.

“Die passende Weinbegleitung – Kraft trifft Charakter”

  • Zu einem saftigen Chuletón gehört ein Rotwein mit Struktur, Tiefe und ordentlichem Rückgrat.
  • Besonders hervorragend passen kräftige spanische Weine aus Regionen wie Ribera del Duero oder La Rioja.

  • Ein Tempranillo mit reifen Tanninen, dunklen Beerenaromen, etwas Vanille aus dem Holzfass und einer angenehmen Würze ergänzt das Röstaroma des Steaks perfekt.
  • Die Frucht fängt die Fettigkeit des Fleisches auf, während die Struktur dem kräftigen Geschmack Paroli bietet – eine Kombination, die einfach harmoniert und jedes Steakessen auf Restaurantniveau hebt.

“Genuss mit Erfahrung – Jahrzehnte spanische Küche”

Ich spreche hier nicht aus Kochbuchwissen, sondern aus eigener Erfahrung.

Ich habe viele Jahrzehnte nicht nur in Spanien gearbeitet, sondern auch dort gelebt und die Küche Tag für Tag erlebt.

Chuletón, Pommes und Aioli sind dort kein Trendgericht, sondern gelebte Esskultur – ehrlich, rustikal, aber voller Geschmack und Leidenschaft.

Wenn man die Temperaturen respektiert, dem Fleisch Zeit gibt und auf Qualität setzt, entsteht ein Gericht, das schlicht wirkt, aber kulinarisch auf höchstem Niveau spielt.

“Mein Fazit” – Einfach, ehrlich und unvergleichlich lecker!

  • Chuletón mit selbstgemachten Pommes und frischer Aioli ist kein kompliziertes Luxusgericht, sondern eine ehrliche Küche mit maximalem Genussfaktor.
  • Hochwertiges Rindfleisch, richtige Hitze, Geduld beim Garen, doppelt frittierte Pommes und eine kräftige Aioli – mehr braucht es nicht für ein echtes Geschmackserlebnis.

Ich hoffe, Ihnen hat mein Beitrag gefallen.

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