“Spaniens als Tor zur Nähe und Begegnung“
- Es ist viele Jahrzehnte her, als ich als einfacher Fernfahrer begann, die Straßen Europas zu durchqueren.
- Damals war ich jung, neugierig und voller Sehnsucht nach der großen, weiten Welt.
Ich lernte Länder kennen, Kulturen, Mentalitäten – und auch Vorbehalte.
- In Luxemburg etwa spürte ich noch den langen Schatten des Zweiten Weltkriegs. Manche begegneten mir reserviert, weil ich Deutscher war, obwohl ich persönlich nichts mit jener dunklen Zeit zu tun hatte.
Der Zündfunke des Krieges ging von Adolf Hitler aus, der am 20.04.1889 im österreichischen Braunau am Inn geboren wurde.

- Am 30.01.1933 wurde er Reichskanzler des Deutschen Reiches, am 01.09.1939 begann mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg.
- Am 10.05.1940 marschierten deutsche Truppen in Luxemburg ein, das Land wurde besetzt und litt fortan unter der Gewaltherrschaft des NS-Regimes.
- All das sind historische Fakten, die mahnen – und die zeigen, wie lange Erinnerungen in Europa nachwirken.
Doch dann war da auch Frankreich mit seinen faszinierenden Autobahnen und den gewaltigen „centres routiers“, jenen legendären Treffpunkten für uns Fahrerinnen und Fahrer.
- Dort saß man mit Menschen an einem Tisch, deren Sprache man kaum verstand.
- Belgier, Niederländer, Dänen, Schweden – sie alle brachten ihre eigene Klangfarbe mit.
- Es war ein babylonisches Stimmengewirr, ein Lachen, ein Anstoßen, ein internationales Miteinander.
“Und doch lernte ich schnell“
- Setz dich nicht nur zu den eigenen Landsleuten, wenn du wachsen willst.
- Öffne dich der Welt, höre zu, auch wenn du kein Wort verstehst.
- Gerade in diesen Momenten wurde mir bewusst, wie sehr Sprache verbindet – oder trennt.
“Und dann kam der Tag, der mein Herz für immer veränderte“
- Ich fuhr von Frankreich aus über die Grenze nach Spanien.
Die kleine Grenzstadt La Jonquera empfing mich wie ein Tor in eine andere Welt.
- Wenn man von der Autobahn AP-7 die Ausfahrt nimmt und dem Kreisverkehr in Richtung Zentrum folgt, führt die Straße sanft bergab in den Ort hinein.
- Man passiert Tankstellen, kleine Geschäfte und Bars, bis man unweit der Hauptstraße auf ein unscheinbares, aber einladendes Lokal trifft – das Restaurant „Sol Jonquera“.

- Es liegt nur wenige Minuten von der Grenze entfernt, gut zu Fuß erreichbar, wenn man den Parkplatzbereich verlässt und der Beschilderung ins Ortszentrum folgt.
Als ich damals die Schwelle überschritt, wurde ich herzlich begrüßt.
- Eine junge, dunkelhaarige Bedienung lächelte mich an – später erfuhr ich, dass sie die Tochter der Chefin war.
- Eine Kollegin erklärte ihr, dass ich kein Spanisch sprach.
- Man reichte mir eine Speisekarte mit Fotos.
- In diesem Moment begriff ich, dass ich hier mit Englisch nicht weit kommen würde.
Spanien sprach Spanisch – und in Katalonien zusätzlich Katalanisch.
- Ich bestellte Brathähnchen mit Pommes und Mayonnaise.
- Auf Spanisch heißt das „pollo asado con patatas fritas“, auf Katalanisch „pollastre rostit amb patates fregides“.

Und als ich mein Bier wollte, lernte ich schnell den entscheidenden Satz:
„Por favor, una cerveza“.

- Ein einfacher Satz – und doch ein Schlüssel zu Nähe und Begegnung.
- Spanisch war für mich nicht nur eine Sprache.
- Es war ein Lachen, das durch den Raum hallte.
- Es waren Hände, die gestikulierten, Augen, die funkelten, Stimmen, die voller Lebensfreude klangen.
Spanierinnen und Spanier kamen herein, bestellten, erzählten, lachten laut und herzlich.
- Man verstand vielleicht nicht jedes Wort, aber man verstand das Gefühl.
- Und genau darin liegt die Magie dieser Sprache:
- Sie öffnet Türen, schafft Wärme, sie macht aus fremden Nachbarn.
- Heute, viele Jahre später, weiß ich:
- Wer Spanisch lernt, lernt mehr als Vokabeln.
“Er lernt Lebensfreude“
- Deshalb habe ich für euch einen kleinen, intensiven Spanischkurs auf YouTube herausgesucht mit dem Titel „Lerne häufige spanische Sätze für den Alltag“.
- Es ist erstaunlich, wie schnell man merkt, dass Spanisch gar nicht so kompliziert ist, wie es zunächst scheint.
- Jeder Satz ist ein Schritt näher an Begegnung, an Lachen, an ein gemeinsames Glas Bier irgendwo zwischen Autobahn und Mittelmeer.
Ich wünsche euch einen angenehmen Donnerstagabend, morgen einen wunderbaren Freitag und einen kraftvollen Start ins Wochenende.
- Viel Freude beim Lernen, viel Mut zum Sprechen – und vielleicht führt euch euer Weg ja auch einmal über die Grenze nach Spanien, hinein in eine Sprache, die Herzen öffnet.
“Euer Spanien-Spezialist“
Jakob Diener










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Ich fühle nicht nur die Wärme der Sonne, sondern auch die Wärme und Herzlichkeit der Menschen beim Lesen.